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Fußpilz: erkennen, verstehen, vorbeugen – und die richtigen nächsten Schritte

Fußpilz ist sehr häufig und für viele unangenehm – zum Glück aber in den meisten Fällen gut behandelbar. Diese Seite gibt Ihnen einen klaren Überblick (Was ist es? Woran erkennt man es? Was begünstigt es? Wie beugt man vor?) und führt Sie gezielt zu den Detailseiten Bilder, Symptome und Behandlung.

02 Juli 2026

Von Mediha Sarwar

GPhC registrierte Apothekerin

Medical Advisor, Karo Healthcare

Fußpilz (medizinisch: Tinea pedis) ist eine Pilzinfektion der Haut am Fuß – am häufigsten zwischen den Zehen oder an der Fußsohle. Typisch sind Juckreiz, Schuppung, Risse oder eine Entzündung an oder zwischen den Zehen. Früh erkannt lässt sich Fußpilz meist gut in den Griff bekommen.

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Hinweis

Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Diagnose. Bei starker Ausbreitung, starken Schmerzen, Fieber, stark nässenden Wunden oder wenn Sie immungeschwächt sind, suchen Sie bitte eine Ärztin oder einen Arzt auf.

Fußpilz ist eine sehr häufige Pilzinfektion am Fuß. Dabei siedeln sich Pilze in der obersten Hautschicht an – besonders dort, wo es warm und feucht ist. Der medizinische Begriff lautet Tinea pedis.

Pilze mögen Feuchtigkeit. In Schuhen kann sich durch Schwitzen – beim Sport oder in warmem Klima – ein „Mini-Treibhaus“ bilden, besonders in den Zehenzwischenräumen. Dort herrschen die idealen Bedingungen für Fußpilz.

Fußpilzarten: typische Stellen am Fuß

Bei Fußpilz werden streng genommen keine Arten unterschieden. Stattdessen stellt sich die Frage: Welche Stelle am Fuß ist betroffen? Je nach Stelle sehen die Veränderungen etwas anders aus und fühlen sich auch unterschiedlich an.

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1) Zwischen den Zehen (Zehenzwischenraum)

Sehr häufig beginnt Fußpilz zwischen den Zehen. Dann kann es zu einer Entzündung zwischen den Zehen kommen. Die Haut kann aufweichen, schuppen und einreißen.

In ausgeprägten Fällen entsteht eine nässende Wunde zwischen den Zehen und ein unangenehmer Geruch oder Gestank kann entstehen.


Wenn die Haut sehr aufgeweicht ist, kann es zu einer starken Schuppung kommen. Betroffene beschreiben es manchmal so: Die Haut löst sich zwischen den Zehen und stinkt. Das ist ein Hinweis, dass die Hautbarriere deutlich gereizt ist.


Tipp: Nach dem Duschen nicht rubbeln, sondern die Zehenzwischenräume vorsichtig trocken tupfen.

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2) Fuẞsohle

Fußpilz kann auch die Fußsohle betreffen. Manche sprechen auch von Fußsohlen-Pilz oder Pilzerkrankung der Fußsohle. Wegen der Ausbreitung des Fußpilzes an der Fußsohle und den Fußrändern wird auch von Fußpilz vom Mokassin-Typ gesprochen.
Typisch sind trockene, schuppige oder verhornte Bereiche.


Weil die Erkrankung im Anfangsstadium so unauffällig ist, stellt sich noch oft die Frage: Trockene Füße oder Fußpilz? Wenn die Stellen aber bleiben, sich ausbreiten oder jucken, sollte man genauer hinschauen.


Fußpilz oder Hornhaut? Manchmal wird Fußpilz an der Fußsohle mit Hornhaut verwechselt. Eine hilfreiche Unterscheidung finden Sie weiter unten im Abschnitt „Häufige Verwechslungen“.

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3) Fuẞrücken

Fußpilz kann auch den Fußrücken befallen. Häufig sieht man eine klar begrenzte Rötung oder einen schuppigen Rand.

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4) NAGELPILZ

Viele Menschen mit Fußpilz haben auch einen Nagelpilz. Es wird angenommen, dass Nagelpilz eine Folge von Fußpilz sein kann. Bei Nagelpilz sind die Fußnägel oft verdickt, brüchig oder verfärbt. Häufig betrifft es den großen Zeh.

Wichtig: Nagelbefall braucht oft eine längere, konsequentere Behandlung als eine reine Hautinfektion. Details dazu bündeln wir auf der Behandlungsseite.


Ergänzend: Wenn ein Zehennagel betroffen ist, wird statt Nagelpilz manchmal auch fälschlicherweise von Fußpilz am Zehnagel gesprochen.

Zehenzwischenräume sind häufig „feucht-wund“, die Fußsohle eher „trocken-schuppig“ – beides kann Fußpilz sein.

Fußpilz entsteht meist durch eine Kombination aus Kontakt mit Pilzsporen und einer Umgebung, in der Pilze gut wachsen – vor allem Wärme und Feuchtigkeit. Diese Bedingungen kommen z. B. bei schwitzenden Füßen in geschlossenen Schuhen, Gemeinschaftsduschen oder Schwimmbädern vor.

Pilzsporen können in diesen Bedingungen auch besonders gut überleben. Sie lassen sich leicht über gemeinsam benutzte Handtücher, Socken oder Schuhe übertragen. Wenn die Haut des Fußes durch kleine Hautverletzungen, z. B. Kratzer, geschädigt ist, können die Pilzsporen viel einfacher tief in die Haut eindringen und Fußpilz auslösen.


Besonders häufig betroffen sind Menschen mit Durchblutungsstörungen, z. B. aufgrund von Diabetes, oder mit einer Immunschwäche.

  • Schwitzen in engen/luftdichten Schuhen
  • Barfuß in Schwimmbad, Sauna, Umkleide, Gemeinschaftsdusche
  • Gemeinsam genutzte Handtücher/Socken/Schuhe
  • Kleine Hautverletzungen (z. B. durch Reibung oder Kratzen)
  • Risikofaktoren: Diabetes, Durchblutungsstörungen, Immunschwäche

Die Inkubationszeit von Fußpilz ist unterschiedlich. Erste Zeichen können nach wenigen Tagen auftreten, manchmal fällt der Befall aber erst später auf – besonders, wenn er an der Sohle eher trocken beginnt.

Pilzinfektionen können grundsätzlich auch andere Hautbereiche betreffen, z. B. die Kopfhaut oder die Hände. In diesem Fall spricht man von Hautpilz. Wenn Sie Beschwerden an mehreren Stellen haben, ist eine ärztliche Einschätzung sinnvoll, um die passende Behandlung zu wählen.

Häufige Verwechslungen: trockene Haut, Hornhaut, Schrunden

Nicht jede trockene Stelle am Fuß ist automatisch Fußpilz. Häufig wird Fußpilz mit trockener Haut, Hornhaut oder Schrunden verwechselt. Insbesondere an der Fußsohle sehen die durch Fußpilz verursachten Hautveränderungen ähnlich aus wie trockene oder rissige Haut.


Ein wichtiger Hinweis: Verbessert sich das Hautbild trotz konsequenter Hygiene und Pflege nicht oder verschlechtert sich sogar, kann es sich um Fußpilz handeln. Auch Juckreiz oder Geruchsbildung sprechen für eine Pilzinfektion.

Da Hautprobleme wie trockene, rissige Haut am Fuß, Hornhaut oder Schrunden ideale Eintrittspforten für Pilze bieten, lohnt sich Pflege gleich doppelt.

Wenn die Haut stark gereizt ist, Risse entstehen oder Beschwerden lange bestehen, handelt es sich wahrscheinlich um Fußpilz. Bleibt die Erkrankung weiter bestehen oder bricht regelmäßig aus, spricht man manchmal von chronischem Fußpilz.


Wichtig: Solch extremer Fußpilz sollte konsequent behandelt und ärztlich abklärt werden.

Eine Wundrose ist eine bakterielle Hautentzündung, die rasch ärztlich behandelt werden muss. Wenn der Fuß stark schmerzt, heiß ist, deutlich anschwillt oder Fieber hinzukommt: bitte sofort ärztlich abklären.

Die Vorbeugung von Fußpilz funktioniert vor allem über zwei Dinge: die Füße trocken halten und Ansteckungsquellen reduzieren. Wer bereits einmal betroffen war, profitiert besonders von einem festen „Fuß- und Schuh-Rhythmus“ (Socken wechseln, Schuhe trocknen lassen).

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Füße nach dem Waschen gründlich abtrocknen, auch zwischen den Zehen trocken tupfen

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Socken täglich wechseln; bei starkem Schwitzen ggf. öfter

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Schuhe wechseln und gut austrocknen lassen

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In Schwimmbad, Sauna, Dusche Badeschlappen tragen

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Handtücher nicht teilen

Während einer Infektion ist Hygiene wichtig, um eine Wiederansteckung zu vermeiden. Neben regelmäßigem Händewaschen nach dem Kontakt mit den Füßen gehört dazu bei Bedarf auch: Schuhe desinfizieren bei Fußpilz! Ob ein Schuhspray gegen Fußpilz sinnvoll ist, hängt vom Produkt und der Situation ab.

Nächste Schritte: Einordnen → handeln → nachlesen

Weiterführende Informationen rund um Fußpilz finden Sie auf diesen Seiten:

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Aussehen & Bilder

Wenn Sie sich fragen, wie Fußpilz typischerweise aussieht, finden Sie dort sorgfältig ausgewählte Beispiele.

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Fußpilz Symptome

Juckreiz, Brennen, Schuppung – oder eher trockene Haut? Die Symptomseite hilft beim Einordnen von „juckenden Füßen“.

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Fußpilz Behandlung

Für die gezielte Therapie und typische Fehler (z. B. zu kurze Anwendung) lesen Sie bitte auf der Behandlungsseite weiter.

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Woran erkennt man Fußpilz?

Häufig sind Juckreiz, Schuppung, kleine Risse oder eine Entzündung zwischen den Zehen. An der Sohle wirkt die Haut oft trocken und schuppig.

Was ist Fußpilz?

Fußpilz (Tinea pedis) ist eine Pilzinfektion der Haut am Fuß, die sich vor allem in warm-feuchten Bereichen gut vermehren kann.

Wie bekommt man Fußpilz?

Meist durch Kontakt mit Pilzsporen in feuchter Umgebung. Eine Infektion wird begünstigt, wenn die Hautbarriere durch Feuchtigkeit, Reibung oder kleine Verletzungen geschwächt ist.

Quellen & medizinische Prüfung

  1. Altmeyers Enzyklopädie. Tinea pedis. Zuletzt aufgerufen: März 2026
  2. Pietro Nenoff, Constanze Krüger, Gabriele Ginter-Hanselmayer, Hans-Jürgen Tietz (2014) Mycology – an update. Part 1: Dermatomycoses: Causative agents, epidemiology and pathogenesis
  3. Al Hasan M, Fitzgerald SM, Saoudian M, Krishnaswamy G (March 2004). „Dermatology for the practicing allergist: Tinea pedis and its complications“. Clinical and Molecular Allergy. 2 (1) 5

GPhC registrierte Apothekerin
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